• Das Logenhaus Flensburg
    - der besondere Ort für Ihre Festlichkeiten.

  • Der Sonnenaufgang im Osten

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    - der besondere Ort für Ihre Festlichkeiten.

  • Das Logenhaus Flensburg - im Herzen der Stadt.

Jürgen Koppelin macht Hoffnung auf schnelle Mittel zum Erhalt des Denkmals aus Sonderprogramm des Kulturstaatsministers

Flensburg. Mit wachsamem Auge behält es die Stadt im Blick. Touristen wie Einheimische werfen beeindruckt den Blick zurück auf das Logenhaus, das über den westlichen Dächern thront, vorn zu einem Drittel auf Trümmern gebaut und hinten in den Hang hinein. Von außen sieht man dem Schmuckstück am Nordergraben die Makel nicht an. Doch sei es über die Jahre um einige Zentimeter versackt, sagt Paul Wiegboldt. Das Problem aber, das am meisten unter den Nägeln brennt, verortet der Schatzmeister des Erhaltungsvereins des Denkmals im Dachgeschoss. Hausschwamm und der früher zur Dämmung verwandte Sand müssen fachgerecht entfernt werden, erklärt Wiegboldt und beschreibt den Dachstuhl als wahres Kunstwerk. Für die Sanierung des Dachgeschosses sei ein Bedarf von 163 000 Euro ermittelt worden. Auch die Erneuerung der Elektrik ist fundamental; sie sei veraltet und setze sich inzwischen aus vier verschiedenen Systemen zusammen. So kommt der Schatzmeister ohne Schatz auf ein erstes Paket von einer Viertelmillion Euro, die notwendig für die Substanzerhaltung des Logenhauses sei.

Jürgen Koppelin will alles genau wissen. Jetzt. Nicht später. Denn weitere Entscheidungen über den Nachtragshaushalt stünden bevor. Als Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages betreue er mehrere Etats, unter anderem den des Staatsministers für Kultur und Medien. Aus dem Sonderprogramm zum Erhalt von Denkmälern in Deutschland werden mehrere Millionen Euro (2013: 25 Millionen) bundesweit zur Sanierung von Gebäuden eingesetzt, erläutert der FDP-Bundestagsabgeordnete. Persönlich begründet der gebürtige Dithmarscher, warum er sich ausgerechnet um das Denkmal an der Förde verdient machen will. „Flensburg liegt mir sehr am Herzen.“ Sein Blick aus den neuen Fenstern im frisch gestrichenen Mozartsaal auf Stadt und Förde erfasst Gebäude, an denen manche Erinnerung hängt. Beim Kulturfrühstück seiner Partei sei er unlängst zu Gast im Logenhaus gewesen. Eben diesen Prachtbau von 1902/03 hatte sein Flensburger Parteifreund Kay Richert genannt, als er nach bedürftigen Denkmälern der Region gefragt habe.

Nicht zuletzt erfüllt es die Voraussetzungen des Sonderprogramms, weil es in privatem Besitz ist. Eigentümer ist die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin, Pächter der Erhaltungsverein. Nutzer sind die derzeit darin arbeitenden Johannislogen „Wilhelm zur nordischen Treue“ und die „Leuchte im Norden“, die Druiden-Loge „Nordmark“, die Andreas-Loge „Constantia“ und der Arbeitskreis der Freimaurerinnen „Zu den Nordischen Rosen“. In den Genuss der Architektur kommen zudem Menschen, die Theater und Konzerte, Vorträge und Lesungen in den Sälen erleben und hoch über Flensburg Hochzeit feiern.

„Es sieht gut aus“, sagt Jürgen Koppelin und schürt Hoffnungen, dass auch eine Gesamtsumme von rund 700 000 Euro zur Behebung von Setzrissen und weiteren Mängeln des Logenhauses nicht utopisch ist. Und weil es ausnahmsweise zum diesjährigen Tag des Denkmals im September nicht seine schönen Türen öffnen soll, regt der Liberale an, dies nachzuholen, wenn alles fertig ist. Also, noch vor dem September 2013?

www.logenhaus-flensburg.de/foerderverein

Quelle:  sh:z, 14. August 2012 | Antje Walther